Prognose-

Bericht

 

 

 

Prognosebericht

 

Moderat niedrigeres Konzernergebnis vor Steuern 2020  aufgrund rückläufiger Betriebsergebnisse bedeutender  Gesellschaften in den Geschäftsfeldern Energie und Wasser, Entsorgung und Dienstleistungen erwartet

Bestimmend für die Ergebnisprognose des Konzerns sind die erwarteten Geschäftsentwicklungen der operativ tätigen Konzerngesellschaften. Die Prognose beruht auf den Planungen der Einzelgesellschaften aus dem Berichtsjahr, soweit diese vorliegen. Konzerneffekte sind, sofern sie planbar sind, enthalten. Die Planung ist naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet, sodass die tatsächliche Geschäftsentwicklung von der Planung bzw. Prognose abweichen kann.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ging im Jahreswirtschaftsbericht von Ende Januar für das Jahr 2020 von einem Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 1,1 % aus, wobei die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in dieser Annahme noch nicht berücksichtigt wurden. In welchem Ausmaß die Pandemie sich auf die deutsche Wirtschaft auswirken wird, hängt davon ab, wie lange und umfangreich die staatlichen Schutz-Maßnahmen bestehen. Sicher ist aber, dass mit tiefen Einschnitten beim Wirtschaftswachstum zu rechnen ist und diese Einschnitte aller Voraussicht nach mindestens so stark wie bei der Finanzkrise 2009 (Rückgang des BIP um 5,7 %) sein werden oder auch überschritten werden. Nach 10 Jahren Wirtschaftswachstum, ist eine Rezession in diesem Jahr nicht mehr vermeidbar, sodass bereits in kürzester Zeit große Hilfspakete für die Wirtschaft, in noch nie da gewesener Höhe, geschnürt wurden.

Im Geschäftsfeld Energie und Wasser rechnet die SWK ENERGIE aufgrund der eingeführten staatlichen und behördlichen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen. Sie erwartet Margenverluste im Gewerbe- und Geschäftskundenbereich wegen geringerer Absatzmengen und Ergebniseffekte aufgrund eines Abverkaufs von bereits beschafften Mengen sowie mittelfristig auch Folgen durch zunehmende Insolvenzen von Unternehmen. Im Privatkundenbereich können verstärkt Ergebnis- und Liquiditätseffekte durch das Leistungsverweigerungsrecht und darauf basierende Zahlungsstopps bis Ende Juni 2020 entstehen. Wie stark die wirtschaftlichen Auswirkungen sein werden, lässt sich zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht absehen. Auf Basis der Wirtschaftsplanung aus 2019 wird für das Jahr 2020 ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung auf dem Niveau von 2019 erwartet.

Trotz dieses schwierigen Marktumfelds erwartet die lekker Energie in ihrer Ergebnisprognose für das Jahr 2020 ebenfalls ein deutlich positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Vor dem Hintergrund des Eintritts der sogenannten Corona-Krise nach dem Schluss des Geschäftsjahres wird die lekker Energie mit ihrem wesentlichen Geschäftsfeld Energieversorgung als kritisches Infrastrukturunternehmen mit übergeordneter Bedeutung für das öffentliche Gemeinwesen eingestuft. Sie rechnet aufgrund der eingeführten staatlichen und behördlichen Einschränkungen mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen und Liquiditätseinbußen aufgrund von Forderungsausfällen. Sie erwartet geringere Absatzmengen bei Gewerbe- und Geschäftskunden und damit einhergehend auch Forderungsausfälle aufgrund eines erhöhten Insolvenzrisikos. Wie stark die wirtschaftlichen Einbußen sein werden, lässt sich zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht absehen.

Als Netzgesellschaft wird der wirtschaftliche Rahmen der NGN im Wesentlichen durch die Anreizregulierung für Netzbetreiber (Strom, Gas) bestimmt. Das heißt, die Erlöspfade werden durch die Festlegungen der Regulierungsbehörden determiniert. Die festgestellten Ineffizienzen sind bis Ende der 3. Regulierungsperiode 2022 (Gas) bzw. 2023 (Strom) abzubauen. Dies bedeutet, dass auch im Jahr 2020 das Ergebnis der NGN von genau diesem Faktor maßgeblich beeinflusst werden wird. Auf Basis der Wirtschaftsplanung aus 2019 wird für das Jahr 2020 ein deutlich niedrigeres Jahresergebnis vor Ergebnisabführung als in 2019 erwartet. Hierin sind noch nicht mögliche negative Effekte aufgrund der eingeführten staatlichen und behördlichen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie berücksichtigt, die aufgrund geringerer Absatzmengen bei Gewerbe- und Geschäftskunden und damit einhergehend auch Forderungsausfälle durch verstärkte Liquiditätsengpässe auftreten können. Wie stark diese Effekte sein werden, lässt sich zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht absehen, da es im Wesentlichen vom Umfang und der Dauer der staatlichen Beschränkungen abhängt.

Im Geschäftsfeld Entsorgung beurteilt die Geschäftsführung der EGN die voraussichtliche Entwicklung ganzheitlich positiv. Neben dem Ausbau bestehender Geschäftsfelder werden die strategische Ausweitung des Geschäftsgebietes in der Kernregion sowie die  Erschließung neuer Märkte verfolgt. Neben der Einbeziehung der beschriebenen Chancen und Risiken erwartet die EGN aufgrund der positiven Preisentwicklung auf dem Spotmarkt für Mengen  zur thermischen Verwertung, der gesunkenen durchschnittlichen Verbrennungskosten in den Müllverbrennungsanlagen sowie der geplanten Inanspruchnahmen der in den Vorjahren gebildeten Drohverlustrückstellungen eine deutliche Steigerung des Ergebnisses bei leicht steigenden Umsätzen im Geschäftsjahr 2020. Dieser Beurteilung liegt die Lage vor Eintritt der Corona-Pandemie zugrunde, da diese erst nach Aufstellung des Jahresabschlusses  der EGN ihre Wirkung entfaltet hat.

Für die EGK liegen in den nächsten Jahren stabile Rahmenbedingungen für eine günstige Weiterentwicklung der Gesellschaft vor. Sie sind durch den Betriebsvertrag mit der Stadt Krefeld, die Vereinbarung von Festpreisen und die Fortführung der Zusammenarbeit mit der EGN gegeben. Damit sind sowohl die Auslastung der MKVA als auch die Reststoffentsorgung gesichert, und es besteht der Freiraum für weitere Maßnahmen zur Anlagenmodernisierung und Kostenoptimierung. Die aus Sicht der MVA-Betreiber mittlerweile seit mehr als fünf Jahren anhaltende entspannte Beschaffungssituation wird sich nach Einschätzung von Experten im Jahr 2020 und voraussichtlich auch in den Folgejahren im Wesentlichen fortsetzen. Sie wird allerdings von weiteren und ggf. deutlichen Veränderungen im europaweiten Stoffstromgeschehen begleitet. Auf dieses nehmen nicht nur der Brexit und die in den Niederlanden zum 1. Januar 2020 eingeführte Steuer auf importierte Abfälle zur Verbrennung Einfluss, sondern auch die Spannungen und Entwicklungen im Welthandel sowie die Diskussionen um den zukünftigen Umgang mit Kunststoffen im Rahmen der Klimadebatte.

Im Jahr 2020 und in den Folgejahren werden zahlreiche Maßnahmen zur Modernisierung der MKVA im Rahmen eines Retrofit-Projekts umgesetzt. Durch diese Modernisierung und den Bau einer Anlage zur Aufbereitung des in der Kläranlage erzeugten Faulgases zu Biomethan mit anschließender Einspeisung in das Erdgasnetz erfolgt die konsequente Weiterentwicklung des Unternehmens im Rahmen der Konzernstrategie. Vor dem Hintergrund dieser geplanten umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen und der hiermit verbundenen Aufwendungen wird für 2020 ein signifikanter Rückgang des Jahresüberschusses erwartet.

Das Kerngeschäft der GSAK wird aufgrund der langfristigen Beauftragung in der Daseinsvorsorge auch in Zukunft grundsätzlich erhalten bleiben und für das nächste Geschäftsjahr ein Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 aufweisen können.

Im Geschäftsfeld Verkehr ist für die SWK MOBIL im Hinblick auf die Corona-Pandemie davon auszugehen, dass es zu größeren Umsatz- und Ergebniseinbußen gegenüber 2019 kommen wird. Dies betrifft die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Fahrausweisen, aus Werkstattdienstleistungen für und der Vermietung von Fahrzeugen an verbundene Unternehmen. Darüber hinaus ist im Jahr 2020 mit einem erhöhten Aufwand für Corona-Schutz- und Hygienemaßnahmen zu rechnen. Diese sind auch liquiditätswirksam. Maßnahmen zur Abfederung dieser Auswirkungen sind im Risikobericht angegeben. Wie stark diese Auswirkungen sein werden, hängt vom Umfang und der Dauer der staatlichen  Beschränkungen ab, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar sind. Eine genauere Prognose zur Intensität der Veränderung des Ergebnisses ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Auf Basis der Wirtschaftsplanung aus 2019 wird für das Jahr 2020 ein Jahresverlust vor Verlustausgleich auf einem geringfügig niedrigeren Niveau als in 2019 erwartet.

Im Geschäftsfeld Dienstleistungen wird bei der SWK AG für 2020 nicht mehr mit einem positiven Betriebsergebnis wie 2019, sondern mit einem deutlich negativen Betriebsergebnis gerechnet.

Insgesamt gehen wir auf Basis der Planungen der Einzelgesellschaften aus dem Berichtsjahr und den planbaren Konzerneffekten für das Geschäftsjahr 2020 von einem moderat niedrigeren Konzernergebnis vor Steuern und einem Konzernjahresüberschuss auf dem Niveau von 2019 aus.

  • Beitrag teilen
  • Beitrag teilen