VERLÄSSLICH. ZUKUNFT.GESTALTEN.

 

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Man schaut auf einen Besprechungstisch mit braunen Stühlen rundherum, der Fokus liegt auf einigen Unterlagen und dem darauf liegenden Stift.

Wirtschafts-

Bericht

 

 

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen  

 

Das Konzernjahresergebnis 2018 ist erneut gestiegen, und zwar deutlich von 27,3 Mio. € auf 34,1 Mio. €. Es fiel damit besser aus als unsere Prognose im Lagebericht 2017, in der wir von einer moderaten Steigerung ausgegangen waren. Dies liegt an Jahresüberschüssen, die höher als prognostiziert ausgefallen sind – und zwar insbesondere bei den Konzerngesellschaften EGN und lekker Energie.

 

Anstieg des Bruttoinlandsprodukts schwächt sich ab

Die deutsche Wirtschaft ist im neunten Jahr in Folge gewachsen. Die Konjunktur hat im Vergleich zu den Vorjahren jedoch an Schwung verloren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag um 1,5 % höher als im Vorjahr. Ausschlaggebend für die weiterhin positive Entwicklung waren sowohl die preisbereinigten Konsumausgaben mit einem Plus von 1,0 % als auch insbesondere die Ausrüstungs- (+4,5 %) und Bauinvestitionen (+3,0 %).

 

Geschäftsfeld Energie und Wasser: 
Rechtliche Bestrebungen zur Weiterentwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung und der Fernwärme

Die allgemeine gesamtwirtschaftliche Entwicklung stellt mittelbar einen Einflussfaktor für die SWK ENERGIE dar und zwar im Hinblick auf die Energienachfrage der Kunden (Strom, Gas, Wärme), insbesondere bei den Geschäftskunden. Schwankungen bei Kunden des produzierenden Gewerbes wirken sich aufgrund der aktuellen Kundenstruktur bei der SWK ENERGIE relativ stark auf den Absatz aus. Der Absatz in den Sparten Gas und Wärme sowie in der Sparte Strom im Bereich Nachtspeicherkunden wird über die konjunkturelle Entwicklung hinaus vor allem auch von der Temperatur beeinflusst. Die Temperaturen werden mit dem Indikator Gradtags-zahl abgebildet. Je höher dieser Indikator ist, desto kühler bzw. je niedriger, desto milder sind die Temperaturen. 

Es werden die Gradtagzahlen auf Basis der Temperaturmessungen der Wetterstation Krefeld verwendet. Die Gradtagszahlen im Berichtsjahr sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % und im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt (2005 - 2017) um 9,2 % niedriger. Das bedeutet, dass das Temperaturniveau im Berichtszeitraum 2018 insgesamt etwas höher war. Das 1. Quartal 2018 war milder, das 2. Quartal war deutlich wärmer und das 3. Quartal zeichnete sich auch durch mildere Temperaturen aus. Das Temperaturniveau im 4. Quartal lag etwas unter dem des Vorjahresquartals. Bezogen auf das Gesamtjahr wirkte sich das auf den Wärmeabsatz negativ aus.

Der Wettbewerb in der Energiebranche – so auch für die SWK ENERGIE und die lekker Energie – ist nach wie vor hoch. Er verstärkt sich aufgrund steigender Beschaffungspreise sowie durch den zunehmenden Einfluss der Digitalisierung. Im Strom- wie auch im Gasbereich war das Beschaffungspreisniveau im Berichtsjahr stetig steigend, genauso wie die Veränderungen der Netznutzungsentgelte, der Steuern und Abgaben. Anfang 2018 mussten dadurch vor allem Strom- und Gaspreise für Neukunden im externen Markt angepasst werden. Unverändert akquirieren Wettbewerber Neukunden vor allem mit hohen Bonuszahlungen.

Einen generell großen Einfluss haben die energiepolitischen Rahmenbedingungen. Insbesondere sind folgende Themen aus dem Koalitionsvertrag 2018 von Relevanz: der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Weiterentwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung und der Fernwärme. Auch die Ergebnisse der im Juni 2018 eingesetzten Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ werden Einfluss auf das Geschäftsfeld nehmen. Eines der energiepolitischen Hauptziele der neuen Regierung ist der beschleunigte Ausbau von erneuerbaren Energien in Deutschland auf 65 % bis 2030.

Im Koalitionsvertrag ist weiterhin festgeschrieben, dass im Laufe dieser Legislaturperiode das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz weiter-entwickelt und modernisiert wird. Demnach ist geplant, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) und Fernwärmeinfrastruktur auszubauen und effizienter zu machen.

Im Juni 2018 hat die Bundesregierung die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" eingesetzt. Die Schaffung dieser Kommission war ein erklärtes Ziel der Regierungsparteien im Koalitionsvertrag 2018. Zweck der Kommission ist die Konkretisierung des Kohleausstiegs, die Erarbeitung weiterer struktureller CO2-Reduktionsmaßnahmen für die Energiewirtschaft bis 2020 beziehungsweise 2030 sowie mögliche Finanzierungsmaßnahmen für den Strukturwandel in den betroffenen Regionen. Ende Januar 2019 hat die Kommission einen Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen vorgelegt. Diese umfassen u. a. einen geordneten Kohleausstieg bis spätestens 2038, eine Erhöhung der Zubau-mengen von erneuerbaren Energien und eine Verlängerung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes bis 2030.

Das Geschäft der NGN wird neben der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere in den Sparten Strom und Gas, durch die Rahmenbedingungen im Energiemarkt (Energie-wende, intelligente Netze) sowie durch umfangreiche gesetzliche und regulatorische Vorgaben bestimmt.

Im regulatorischen Bereich der Elektrizitäts- und Gasverteilung spielt die Anreizregulierungsverordnung die bedeutendste Rolle. Hierbei geht es um eine jährliche Absenkung der Obergrenzen für die Erlöse aus Netzentgelten (Erlösobergrenze), um einen Anreiz zum Abbau von ineffizienten Kosten des Verteilnetzbetreibers über die Regulierungsperioden (aktuell: Elektrizität 2014 bis 2018, Gas 2018 bis 2022) zu setzen. Die NGN setzt die Zielvorgaben hinsichtlich des Abbaus der Kostenineffizienz als wirtschaftlichen Rahmen für die Festlegung des Umfangs der Netzinvestitionen und des Betriebsaufwands um.

Die NGN unterliegt einer stetigen Prüfung über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch die zuständigen Regulierungsbehörden, mit dem Ziel Kosten und Effizienz des Netzbetriebs zu verbessern und die Verbraucherrechte in einem natürlichen Monopol zu stärken.

Die Erlösobergrenzen und nachfolgend die Netzentgelte werden nach den Regelungen der Netzentgeltverordnungen Strom bzw. Gas sowie der Anreizregulierungsverordnung ermittelt und müssen von der Bundesnetzagentur (BNetzA – zuständig für das Stromnetz Krefeld, Straelen, Wachtendonk) bzw. von der Landesregulierungs-kammer NRW (Gasnetz Krefeld) genehmigt werden.

 

Geschäftsfeld Entsorgung:  
Konjunkturbedingt erhöhte Gewerbeabfallmengen – Gesetzliche Anpassungen bei Vorbehandlungsanlagen

Die insgesamt gute Konjunkturlage hat auch im Jahr 2018 zu einem starken Gewerbeabfallaufkommen geführt, von dem die Entsorgungsbranche entsprechend profitierte. Das konjunkturbedingt erhöhte Gewerbeabfallaufkommen und Abfallimporte aus dem Ausland führten zu einer anhaltend guten Auslastung der Gewerbeabfallaufbereitungsanlagen und der Verbrennungsanlagen.

Unterstützt wurde dies durch eine im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht positive Preisentwicklung für die Verbrennung von Gewerbeabfall. Aufgrund des erhöhten Mengenaufkommens hat sich der Preisdruck für die Entsorgung kommunaler Restabfälle etwas entspannt. Trotz des deutlichen Anstiegs liegen die Spotmarktpreise aber weiterhin teilweise unter den für die EGN vertraglich festgelegten Anlieferpreisen der Verbrennungsanlagen. Anlagen mit einem hohen Fixkostenblock, deren Entsorgungsverträge auslaufen, haben es aber nach wie vor schwer, die Kapazitäten langfristig zu wirtschaftlichen Preisen zu befüllen.

Durch die Einschränkung der Importe auf den asiatischen Märkten sind die Preise für Papier und Kunststoffe auf dem Sekundärrohstoffmarkt im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Preise für Eisenmetalle sind im Jahr 2018 gestiegen und die Preise für Nichteisenmetalle auf vergleichbarem Niveau des Vorjahres geblieben. Die Preise der Holzfraktionen haben sich auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert.

Im Jahr 2017 ist die neue Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) in Kraft getreten, die Pflichten zur Getrennthaltung von gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen enthält. Ziel der Neuerung ist in erster Linie die Anpassung an die neue fünf-stufige Abfallhierarchie, die im Kreislaufwirtschaftsgesetz geregelt ist. Die Abfallerzeuger haben die Einhaltung der Getrenntsammlungspflicht bzw. die Zuführung von Abfallgemischen zu einer Vorbehandlungsanlage zu dokumentieren. Seit dem 01.01.2019 müssen die Vorbehandlungsanlagen mit den in der Anlage zur Gewerbeabfallverordnung genannten Komponenten ausgestattet sein. Betreiber von Vorbehandlungsanlagen müssen ihre Anlagen so betreiben, dass eine Sortierquote von mindestens 85 Masseprozent als Mittelwert im Kalenderjahr und eine Recyclingquote von mindestens 30 Masseprozent im Kalenderjahr erreicht wird. Die EGN hat in 2018 alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Forderungen der GewAbfV zu erfüllen.

 

Unveränderte Rahmenbedingungen im Geschäftsfeld Verkehr

Im Geschäftsfeld Verkehr haben die branchenspezifischen rechtlichen und wettbewerblichen Aspekte ebenfalls einen bedeutenderen Einfluss als die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Hierzu gehört insbesondere die Art und Weise, wie der öffentliche Personen-nahverkehr finanziert wird und welche Wettbewerbsbedingungen bei der Vergabe von Streckenkonzessionen vorliegen.

Auch im Geschäftsjahr 2018 bildete die wesentliche Tätigkeitsgrund-lage der SWK MOBIL die sowohl von dem Rat der Stadt Krefeld als auch den mitbedienten Gebietskörperschaften vor Inkrafttreten der EU-Verordnung 1370/07 erteilte Betrauung zur Erbringung von Nahverkehrsdienstleistungen. Sie sichert die Finanzierung und gilt bis zum 31. Dezember 2024 (Krefeld) bzw. 3. Dezember 2019 

(für die mitbedienten Gebietskörperschaften Kreis Viersen, Stadt Viersen, Stadt Duisburg, Kreis Neuss und Kreis Kleve).  

Ein Schutz vor Genehmigungswettbewerb ist dies allerdings nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Verkehrsunternehmen um einzelne von der SWK MOBIL bediente Linien bewerben, wird von der Geschäftsführung der SWK MOBIL nach wie vor als gering eingestuft, zumal die Leistungen von Dritten eigenwirtschaftlich erbracht werden müssten. Über den 3. Dezember 2019 hinaus ist geplant, dass die von Krefeld in den Kreis Viersen ausbrechenden Verkehre in die existierende Bestandsbetrauung der Stadt Krefeld integriert werden.

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